Wie irische Steuerzahler an der Rechnung von 3 Million Pfund, die ihnen letzten Monat vorgelegt wurde, entdecken mussten, hat eine multikulturelle Gesellschaft ihren Preis. Die Summe von 3 Million Pfund entspricht dem Gesamtbetrag, der in den vergangenen fünf Jahren (von 2003 bis 2007) für Übersetzungs- und Dolmetscherdienstleistungen in Irland ausgegeben wurde, wobei sich in dieser Zeitspanne zudem die Preise erhöht haben. Obgleich diese Summe auch Sprachdienstleistungen für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen umfasst, wurde der überwiegende Teil des Geldes für fremdsprachige Übersetzungen und Dolmetschen ausgegeben. Welche Sprachen das irische Übersetzungsbudget dabei am stärksten belasteten, ist zur Zeit noch nicht bekannt.
Irischen Behörden zufolge spiegelt der Anstieg in Kosten für Übersetzungs- und Dolmetscherdienstleistungen die Entwicklung einer multikulturellen Gesellschaft in Irland wider. Sie weisen weiterhin darauf hin, dass vermerkt darauf geachtet werden solle, die Bildung von linguistischen und kulturellen Ghettos in Irland zu verhindern.
Die irischen Amtspersonen empfehlen durchgreifende Maßnahmen, die gewährleisten sollen, dass die sprachliche Integration der unterschiedlichen kulturellen Gruppen in Irland auch bei gleichberechtigter Inanspruchnahme von Verwaltungsdienstleistungen nicht beeinträchtigt wird. Obgleich davon ausgegangen wird, dass die Kosten für Übersetzungs- und Dolmetscherdienstleistungen auch in den kommenden Jahren relativ hoch sein werden, sollten Staatsbeamte gewährleisten, dass ethnische Gruppen Zugang zu Ressourcen zum Erlernen der englischen Sprache haben, damit Englisch auch in Zukunft ein Weg zur gesellschaftlichen Verknüpfung aller irischen Einwohner bleiben wird.
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