Versorgt werden im Gegensatz zu Verantwortung zeigen

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In der Republik Irland ist allem Anschein nach das Rettungswesen kürzlich unter Beschuss gekommen. Erkundigungen durch eine Dubliner Zeitung enthüllten nämlich, dass weder die irische Nationalpolizei Garda, noch Rettungswagen oder die Feuerwehr in der Region Greater Dublin und im weiteren Umkreis irgendwelche Vorkehrungen für Dolmetscherdienste getroffen haben, die nicht englisch sprechende Bürger in Notfällen benötigen könnten. Nach offiziellen Angaben sind 10 bis 15 % der Bevölkerung Irlands Einwanderer; nähere Angaben, wie viele dieser Menschen die englische Sprache nicht ausreichend beherrschen, um sich ohne Dolmetscher verständigen zu können, liegen nicht vor. Die aktuelle Situation rückt erneut eine Reihe veralteter Argumente zum Thema Einwanderung und der Verantwortung von Einwanderern ins Blickfeld. Der Kernpunkt dieser Argumente besagt, dass es selbstverständlich Einwanderer gibt, die aufgrund der Situation in ihrem Heimatland ins Ausland - in diesem Fall nach Irland -  fliehen mussten und nun als Übergangslösung auf die Dienste von Dolmetschern angewiesen sind, die ihnen bei der Kommunikation in ihrer neuen Heimat behilflich sind. Auf längere Sicht jedoch sollten sich diese Menschen bemühen, sich in ihrem Gastland zu integrieren und die Landessprache zu lernen. Wenn man diesen Gedanken weiterspinnt, wird oftmals argumentiert, dass ein Einwanderer, wenn er kein Flüchtling ist, die persönliche Verantwortung übernehmen sollte, die Sprache des Landes, in dem er leben möchte, bereits vor seiner Umsiedelung zu erlernen, so dass er im sozialen Umfeld des neuen Landes funktionieren und sich verständigen kann. Natürlich gibt es hinsichtlich oben genannter Ideen jede Menge Argumente und Gegenargumente. Jedoch scheinen die meisten Menschen der Einstellung zu sein, dass die persönliche Verantwortung gegenüber einer allumfassenden Versorgung durch den Staat stets von Vorteil ist.

Ich persönlich jedoch komme nicht umhin, mir folgende Frage zu stellen: Wenn es Irland gelingt, die irische Sprache von der EU als offizielle Amtssprache anerkennen zu lassen, würde das bedeuten, dass Irland dann zwei Kategorien von Dolmetschern zur Verfügung stellen müsste? Nämlich eine für Einwanderer, die kein Englisch sprechen, und eine zweite nicht für Einwanderer wie auch für gebürtige Iren, die kein Gälisch sprechen!

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